Piz Palü

Der Piz Palü (3905m ü.M.) ist einer der schönsten Berge der Schweizer Ostalpen. Er zählt zu den ostalpinen Decken.

Der Name Palü leitet sich von lateinsch palus (=Sumpf) ab. Der Berg wurde wahrscheinlich nach der 4 km östlich gelegenen Alpe Palü, die auf sumpfigen Grund lag, benannt. Der Berg besitzt drei Gipfel, neben dem Mittelgipfel mit 3.905 m, den 3.882 m hohen Ostgipfel und den Westgipfel (auch Piz Spinas)) mit 3.832 m. Die Erstbesteigung gelang 1835 Oswald Heer mit vier Begleitern. Die schwierige Route (IV) über den Nordpfeiler des Mittelgipfels, den so genannten Bumillerpfeiler wurde erstmals im September 1887 von Hans Bumiller und drei Kameraden durchstiegen. Die Hochtour auf den Piz Palü ist technisch wenig anspruchsvoll, insbesondere wenn dazu von der auf knapp 3000m gelegenen Diavolezza gestartet wird, auch wenn Seile, Steigeisen und Pickel auf dem spaltenreichen Persgletscher Pflicht sind. Von der Diavolezza über den Persglescher und den Ostgipfel sind es ca. vier Stunden auf den Hauptgipfel. Häufig wählt man danach den Abstieg via Fortezza zurück zur Diavolezza oder zur Bovalhütte auf der Westseite des Morteratschgletschers. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterkunft in der Marco e Rosa-Hütte (auf italienischem Staatsgebiet gelegen), von wo aus häufig der Piz Bernina in Angriff genommen wird.

Bis heute bekannt ist der Stummfilm "Die weiße Hölle vom Piz Palü" vom Bergfilmpionier Arnold Fanck mit Leni Riefenstahl aus dem Jahre 1929.


 
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Piz Palü Karte
Piz Palü Bilder

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